Die Rauhnächte
Schreibe einen Kommentar

Einstimmung und Vorbereitung auf die Rauhnächte – eine Checkliste

In 19 Tagen ist Heilig Abend… in 19 Tagen beginnen die Rauhnächte.
So oft habe ich in den letzten Tagen gehört, wie sehr sich auf die Rauhnächte gefreut wird. Die Zeit, in der man das kräftezehrende Jahr abschließen, sich selbst reflektieren und auf das Neue ausrichten kann. Die Zeit, die eigentlich keine Zeit, sondern ein Gefühl ist. Ein Gefühl für sich und die eigene Entwicklung.
Die Rauhnächte sind eine Reise zu dir selbst. Jeder findet in dieser Zeit seinen ganz individuellen Weg. Nichts muss… alles kann…

Nachfolgend ein paar Gedanken aus meinem Work-Book „Die Rauhnächte – Im Fluss der Zeiten“ zur Vorbereitung auf diese Zeit. Nachfolgend auch eine Checkliste, dass du gut vorbereitet in diese schöne Zeit starten und dann voll auf dich fokussieren kannst

Die Reise beginnt, wie jede Reise, indem wir uns vorbereiten und dann die Tür hinter uns abschließen. Dann werden wir still und orientieren uns. Wir öffnen uns für Neues und entdecken unbekannte Gefilde… in uns selbst. Mit diesen neuen Wahrnehmungen bestimmen wir dann unsere Herzensziele. Um diese zu erreichen, müssen wir noch etwas alten Ballast abwerfen, der uns den Aufstieg zu neuen Gipfeln erschwert. Letztendlich begrüßt uns der Neubeginn… und wir ein neues Jahr voller freudiger Herausforderungen.

Um in dieser Zeit wirklich zur Ruhe kommen zu können und diese spannende Reise zu dir selber anzutreten, solltest du entsprechende Voraussetzungen schaffen.  Diese beginnen in der bewussten Organisation freier Zeit für dich selber… so ganz ohne schlechtes Gewissen ;)! Und besorge dir gleich noch ein Türschild mit der Aufschrift „Bitte nicht stören“!

Auch wenn die Vorweihnachtszeit voll mit Verpflichtungen und Besorgungen ist, versuche dich in der Adventszeit schon langsam auf die bevorstehende Phase der Rauhnächte einzustimmen. Die Sehnsucht nach der Besinnung in dieser eigentlich besinnlichen Zeit ist groß. Schaffe dir bewusst Freiräume in der Weihnachtszeit.
Geh in die Natur und spüre die Qualität der Stille. Stimme dich auf die Rauhnächte ein, indem du das Jahr im Innen und Außen zu einem guten Ende führst.

Folgende Aktionen sind dabei hilfreich… und jetzt hast du noch etwas Vorlauf dafür ;):
– Trage keinen Groll mit ins neue Jahr… sprich dich aus, mit den Menschen, mit denen noch etwas offen ist oder eure Beziehung belastet.
– Begleiche offene Rechnungen und Schulden und mache reinen Tisch… im direkten wie auch übertragenen Sinne. Ist dies nicht möglich, darfst du deine Dankbarkeit für eine „Fristverlängerung“ in einem Gruß, direkt oder an das Schicksal formulieren.
– Bringe all die Dinge zurück, die du dir dieses Jahr ausgeliehen hast und hole dir Verborgtes zurück.
– Erledige Rückrufe, e-mail-Antworten und löse gegebenen Versprechen ein. Vereinbare dafür evtl. einen konkreten Zeitpunkt im neuen Jahr.
– Um Neuem einen Platz zu schaffen, reinigen wir unseren Lebensraum… ob Haus, Wohnung, eigenes Zimmer, Büro oder was immer du als deinen Lebensraum bezeichnest. Es ist jetzt eine gute Zeit all deine Räume zu sortieren und klären. Tu dies in einer ruhigen Stimmung und ohne Druck und schaffe eine klare Atmosphäre.
– Nutze die Zeit bis Weihnachten, um das vergangene Jahr nochmal Revue passieren zu lassen.  Was möchtest du davon nicht mit ins neue Jahr nehmen? Was will noch zu Ende geführt werden? 

Die Weihnachts- und Rauhnachtstage sind erfahrungsgemäß schneller da, als man erwartet, genauso wie die noch zu erledigenden Dinge. Nachfolgend eine Auflistung, was dich in deinen Rauhnachtsritualen unterstützt. Überlege dir, was du wirklich brauchst. Vielleicht hast du Einiges auch noch vom letzten Jahr zu Hause?

Die Basis der Rauhnächte ist eine Grundausstattung zum Räuchern:
* das Räuchergefäß… dieses steht im Mittelpunkt all der Zeremonien… wählt also eines, an dem du dich wirklich erfreust. Dies kann ein spezielles Räuchergefäß, eine Räucherpfannen, Keramik- oder Tonschale sein. Dieses muss auf einer feuerfesten Unterlage stehen. Für Hausreinigungen ist es sinnvoll, wenn man das Gefäß gut durchs Haus tragen kann, z.B. eine Räucherpfanne mit Stil.
* Räucherkohle und Räuchersand… die spezielle Räucherkohle (manchem auch als Shisha-Kohle bekannt) ist mit Magnesium versetzte Kohle in Scheibenform. Achte hier auf hochwertige Kohle, die angenehm riecht und nicht so stark raucht. Vielleicht hast du von deinem letzten Urlaub am Meer noch etwas Sand da? Ansonsten gibt es den Räuchersand im Fachhandel.
* Eine Feder zum Verteilen des aufsteigenden Rauches.
* Streichhölzer oder Feuerzeug
* Räucherzutaten… an Räucherzutaten gibt es eine reiche Auswahl. Wenn du selber gesammelte und getrocknete Kräuter, Harze und Hölzer verräuchert, benötigst du noch einen Mörser zum Zerkleinern.
Folgendes Einzel-Räucherwerk korrespondiert mit den Qualitäten der Rauhnächte: 
Alantwurzel, Angelikawurzel, Beifuß, Benzoe Siam, Bernstein, Birke, Copal, Damiana, Dammar, Eberesche, Efeu, Eichenmoos, Eisenkraut, Eukalyptusblätter, Frauenmantel, Galgant, Holunder, Iriswurzel, Jasminblüten oder Jasminweihrauch, Kardamom, Lorbeer, Mastix, Melisse, Mistel, Muskatellersalbei, Myrrhe, Palo Santo, Rosenblätter, Rosmarin, Sandarak, Styrax, Thymian, Tonkabohnen, Vetiver, Wacholderbeeren, Weidenrinde, Weihrauch, Weißer Salbei, Yerba Santa und Zeder.
Das ist ziemlich viel – ich weiß. Für viele zuviel, um es einzeln zu besorgen. Deshalb gibt es auch ein Raubnächte-Basis-Set, in welchem für jeden Tag ein individueller Räucher-Mix enthalten ist. Oder der schnelle Weg, jeden Tag die Rauhnächte-Komplett-Räuchermischungen zu verwenden. Du findest beide Varianten in => Online, => im Feng Shui Haus oder beim Räucherwerks-Händler deines Vertrauen.
Der Weiße Salbei ist sinnvoll einzeln zum reinigen zu nutzen. Auch ein bisschen Weihrauch sollte man für die Zeit als Einzelzutat zu Hause haben.

Außerdem solltest du genügend Kerzen im Haus haben – für all die Menschen, die man liebt und denen man ein Licht schicken möchte.

Zum Festhalten deiner Visionen und Gedanken kannst du mein => Rauhnächte-Workbook nutzen, oder dir ein Notizbuch als Rauhnächte-Tagebuch aus schönem Papier besorgen. 
Während der Rauhnächte lohnt es sich besonders, ein Traumtagebuch zu führen. Allein schon die Absicht, das Geträumte zu notieren, verbessert die Traumerinnerung oft enorm. Lege einen Notizblock direkt neben das Bett. Wenn du morgens aufwachst, bleibe noch einen Moment ruhig liegen und frage dich „Was habe ich geträumt?“… Notiere alles woran du dich erinnern kannst, ohne lange zu grübeln. Halte dich nicht bei Details auf, achte vor allem auf Stimmungen und Gefühle. Manchmal bemerkt man bereits beim ersten notieren eine Botschaft.
Später am Tag kannst du die Fragmente in dein Rauhnacht-Tagebuch oder in dieses Workbook übertragen.

Möchtest du in den Rauhnächten die Chance für ein Vision Board nutzen, besorge dir Materialien dafür: Fotokarton, Leinwand oder Bilderrahmen als Untergrund, Zeitschriften zum Ausschneiden, farbige Stifte oder Farben zum gestalten.

Du möchtest im neuen Jahr Glück verschenken? Denke an kleine Glücksbringer.

Es ist schön sich am Anfang der Adventszeit in Ruhe und Muse auf die Rauhnächte einzustimmen… meist kommen dann noch weitere Gedanken für die du jetzt noch genügend Zeit zur Besorgung hast.

Ich wünsche dir morgen einen fröhlichen Nikolaustag und leuchtende Advents-Momente!

© Text & Foto: Annett Hering

Mit wem möchtest Du das teilen?Share on Facebook
Facebook
Tweet about this on Twitter
Twitter
Pin on Pinterest
Pinterest
Print this page
Print
Email this to someone
email

Kommentar verfassen